"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

Stummfilm

Stummfilm Live

Wir lieben Stummfilme. Jeden Sommer veranstaltet das Babylon ein großes StummfilmLiveFestival. Mit seiner originalen, goldgerahmten Leinwand im Format 4:3, der restaurierten Philipps-Multiplex-Orgel und dem Orchestergraben ist das Babylon eines der letzten erhaltenen Stummfilmkinos in Europa.

Das einmalige Ambiente dieses Kinos, verbunden mit seiner bis heute bespielbaren Infrastruktur ist regelmäßiger Veranstaltungsort spektakulärer Stummfilmaufführungen: 2011 „Chaplin Complete“; 2012 „Buster Keaton“; 2013 „Lubitsch & Heymann“; 2014 „Begierde und Schrecken“; 2015 1. Internationaler Kino-Orgel-Wettbewerb; 2016 Sowjetische Filmavantgarde; 2017 Vive la France! Klassiker des französischen Stummfilms.  Auch moderne, experimentelle Musikfassungen (z.B.  Metropolis Orchester Berlin, Tronthaim, Soundpainting Orchestra, DJ Raphaël Marionneau) sind im Babylon zu erleben.

 

Stummfilm um Mitternacht

Seit dem 8. März 2014 lockt das Babylon jeden Samstag die Berliner Nachtschwärmer zum „Stummfilm um Mitternacht“.

Dann heißt es „NULL Uhr – NULL Euro“ – und der Eintritt ist frei.

Live an der Kinoorgel: Anna Vavilkina, die Babylon Organistin, die den Soundtrack live zu den Nacht-Filmen zur Geisterstunde spielt. Eine Reihe über Großstadt-Feeling, Frivoles und Gruseliges.

Achtung: Kein Einlass garantiert bei verspätetem Kommen!

Das Babylon eröffnete am 11. April 1929 als Stummfilmkino und verfügt über die einzige in Deutschland am originalen Standort erhaltene Kinoorgel. Die Tradition der Kinopaläste – bis heute lebendig in London und Los Angeles – gibt es auch in Berlin und nur im Babylon. Anna Vavilkina spielt außer zu Stummfilmen auch nahezu täglich vor den Filmvorführungen und Live-Veranstaltungen. Das ist einmalig in der deutschen Kinoszene.

 

English

A silent film series for night owls!  EVERY SATURDAY

Admission is free, according to the motto ZERO o´clock - zero euro.

Live at the cinema organ, the Babylon organist Anna Vavilkina accompanies the silent films at the witching hour!

 

Null Uhr - Null Euro: Michael, D 1924, R: Carl Theodor Dreyer mit Walter Slezak, Benjamin Christensen, Nora Gregor, Alexander Murski, 90 Min.

Live begleitet an der Babylon Orgel

»Jetzt kann ich ruhig sterben, denn ich habe eine große Liebe gesehen,« stellte der Regisseur C. Th. Dreyer seinem Film MICHAEL, einem der großen Kunstwerke aus der Stummfilmzeit, als Motto voran. Während eines Aufenthalts in Prag begegnet der Maler Claude Zoret dem jungen Eugène Michael. Von dem Knaben angetan, nimmt Zoret ihn zu sich nach Paris, wo Michael ihm Adoptivsohn und Muse wird. Doch eines Tages taucht die Fürstin Zanikow im Atelier des Meisters auf und bricht »mit ihren Augen« die innige Beziehung zwischen den beiden Männern. Michael verlässt seinen Gönner um ihretwillen. Zerstört und völlig zurückgezogen malt Zoret sein letztes Bild: Den Hiob. Ganz Paris verneigt sich noch einmal vor dem Genie, bevor es gebrochen und verlassen das Zeitliche segnet. »Ich sehne mich daran zu glauben, dass es eine Ewigkeit gibt«, haucht die Fürstin ihrem Geliebten Michael mit Todessehnsucht ins Ohr. Der Film ist eine dieser Ewigkeiten im Filmschaffen. (Barbara Eichinger) (https://www.stummfilm.at/Michael.html)

[The Water Magician] - Eintritt Frei/Free Admission

JP 1933, R: Mizoguchi Kenji mit Tokihiko Okada, Ichirô Sugai, Bontarô Miake, 110 Min

Erleben Sie einmalig und live die japanischen Künstler:

Raiko SAKAMOTO (Benshi) Joichi Yuasa (Gitarre & Shamisen)

Makiko SUZUKI (Flöte)

Akiko SUGIMOTO (Piano)

Sakamoto Raikô ist ein noch recht junger Künstler (*1979), der bei Matsuda Film Productions ausgebildet wurde und sein Debüt als Benshi im Jahr 2000 gegeben hat. Sein Repertoire umfasst ca. 50 Filme, darunter Klassiker und moderne Filme. Kooperation mit dem Japanischen Kulturinstitut in Köln Along with Kurosawa Akira and Ozu Yasujiro, Mizoguchi Kenji is known throughout the world as one of the greatest directors of all time.

The Water Magician (Takino Shiraito) was made in 1933 and is perhaps the best film he made as a young director.

Like the stars of most of his work, this film's protagonist is a woman. The women in Mizoguchi's films are strong-minded women who refuse to be dominated by the men around them, and yet almost inevitably suffer for the men that they love. The scenario for The Water Magician was adapted from a tragic novel by Izumi Kyoka of the Shinpa style, popular during the late 19th century. (source: matsudafilm.com) With the aim of introducing overseas audiences “katsuben” (live narration for silent films), a very unique aspect of Japanese film culture, the Japan Foundation dispatches katsudo benshi Raiko Sakamoto and musician Joichi Yuasa (shamisen and guitar).

The event offers an opportunity to enjoy the moment a katsuben and a musician bring life into silent film masterpieces. During the silent film era in Japan, films were screened with musical accompaniment as well as live narration and commentary by a katsudo benshi who also lent his or her voice to films- characters, standing on the side of the screen.

Although a katsuben’s role is now replaced by sound films (talkies), katsuben practitioners have been passing down their techniques to this day, promoting the custom as an important part of Japanese culture that should be preserved.

  

 

 

 

 

 

 

© Matsuda Film Productions

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