IGFW - Opening Film: Soch – A Perception [OmeU] (Hindi), IND 2024, R.: Ravi Gautam mit Anjali Patil, Mukti Ravi Das, Silpi Dutta, 100 Min.
anschl. Q&A mit dem Regisseur, Anjali Patil und weiteren Darstellern (In Anwesenheit von Anjali Patil, Ravi Gautum u.a.)
Der Regisseur wurde 2025 u.a. mit dem „Directors Vision Award“ des Indischen Filmfestivals Stuttgart ausgezeichnet.
EN
In the Himalayan heights, officer Priyanka Negi uncovers a charred body believed to be Shaila, a young activist missing en route from Chandigarh to Himachal. When clues point to a Muslim truck driver, media frenzy erupts into communal outrage. As public pressure mounts, Negi must navigate prejudice, politics, and personal doubt to uncover the truth—or risk condemning the innocent?
DE
In den Höhen des Himalaya entdeckt die Polizistin Priyanka Negi eine verkohlte Leiche, bei der es sich vermutlich um Shaila handelt, eine junge Aktivistin, die auf dem Weg von Chandigarh nach Himachal verschwunden ist. Als die Spuren auf einen muslimischen Lkw-Fahrer hindeuten, eskaliert der Medienrummel zu einer Welle der Empörung zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Während der öffentliche Druck wächst, muss Negi sich durch Vorurteile, Politik und persönliche Zweifel kämpfen, um die Wahrheit aufzudecken – oder riskiert sie, einen Unschuldigen zu verurteilen?
Directors Note:
Gender inequality and violence against women are woven into everyday interactions, yet we rarely discuss them objectively — the conversation is often drowned by emotionally charged debates about religious sentiments. Growing up in India, I was free to leave the house while my sisters followed a strict, unspoken protocol; witnessing these double standards revealed how a misogynistic habitus had infiltrated my world. Soch-A Perception is a reflection of those silent struggles, probing how misogyny is often hidden behind religious identity politics and how cultural narratives are manipulated to justify women’s subjugation. The film makes space for diverse voices without aligning with any party or ignoring those silenced by the roar.
Statement des Regisseurs:
Geschlechterungleichheit und Gewalt gegen Frauen sind in alltägliche Interaktionen eingebunden, doch wir sprechen selten objektiv darüber – die Diskussion geht oft in emotional aufgeladenen Debatten über religiöse Empfindungen unter. Als ich in Indien aufwuchs, durfte ich das Haus frei verlassen, während meine Schwestern einem strengen, unausgesprochenen Regelwerk unterlagen; diese Doppelmoral zu erleben, machte mir deutlich, wie sehr ein frauenfeindlicher Habitus meine Welt durchdrungen hatte. „Soch-A Perception“ ist eine Reflexion über diese stillen Kämpfe und untersucht, wie Frauenfeindlichkeit oft hinter religiöser Identitätspolitik verborgen ist und wie kulturelle Narrative manipuliert werden, um die Unterwerfung von Frauen zu rechtfertigen. Der Film schafft Raum für vielfältige Stimmen, ohne sich einer bestimmten Seite anzuschließen oder diejenigen zu ignorieren, die vom Lärm übertönt werden.
Trailer: