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"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

Salon Underground & Jasmin Tabatabai präsentieren:

The Mission [Ferestadeh / Der Auftrag] [OmeU, Fars] USA, 1983, R: Parviz Sayyad mit Parviz Sayyad, Mary Apick, Houshang Touzie, 103 Min

Im Anschluss Gespräch mit dem Regisseur Parviz Sayyad, Niloufar Taghizadeh und Jasmin Tabatabai.

Ein junger iranischer Attentäter wird in die USA geschickt, um einen Gegner der Islamischen Revolution zu töten. Doch kaum angekommen, ist sein Ziel bereits tot - ermordet von einem anderen. Der Geistliche, der den Auftrag koordiniert, bestimmt daraufhin ein neues Opfer: einen ehemaligen Oberst der SAVAK, der berüchtigten Geheimpolizei des Schahs. Der Attentäter heftet sich an die Fersen des Mannes. Doch als er ihn zufällig vor zwei Straßenräubern rettet, lädt der Oberst ihn aus Dankbarkeit zu sich nach Hause ein. Dort begegnet der junge Fanatiker plötzlich nicht mehr nur einem Feindbild, sondern einem Menschen: einem Vater, einer Familie, einer Vergangenheit voller Geheimnisse. Bald stellt sich heraus, dass der Oberst und der Geistliche enger miteinander verbunden sind, als ihm gesagt wurde. Je näher er seinem Ziel kommt, desto stärker gerät seine Mission ins Wanken - und desto drängender wird die Frage, ob er wirklich einen Schuldigen töten soll oder nur einen Mann, der zu viel weiß.

THE MISSION ist ein politischer Thriller mit viel Humor über Exil, Fanatismus und die zerstörerische Logik ideologischer Gewalt. Parviz Sayyad, eine der großen Figuren des iranischen Kinos, inszeniert die Geschichte eines Mannes, der im Namen einer Überzeugung handelt und plötzlich gezwungen ist, diese Überzeugung zu hinterfragen. Der Film feierte 1983 im Wettbewerb der Berlinale seine Premiere und wurde im selben Jahr in Locarno ausgezeichnet.

Parviz Sayyad ist schon seit mehr als 50 Jahre einer der bekanntesten Schauspieler und Regisseure Irans. Nach 1979 weigerte er sich, unter dem neuen Regime weiterzuarbeiten und setzte sein künstlerisches Engagement im Exil fort. Seine Filme blicken mit großer Schärfe auf Macht, Ideologie und die Brüche einer Gesellschaft, deren Konflikte bis heute nachwirken.

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