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Literatur Live: Anna Schapiro liest "Fühlen Sie sich wie zu Hause, aber vergessen Sie dabei nicht, dass Sie zu Gast sind", Moderation Natascha Freundel

In fremden und doch vertrauten Küchen, in kleinen Wohnzimmern und großen Pflegeheimen, in New York, Boston, Arad und Haifa wird die Erzählerin ganz Ohr: Auf der Beerdigung ihrer Großmutter Sweety beschließt sie, sich auf die Suche nach den unerzählten Geschichten ihrer Familie zu machen. In jeder Begegnung, in jeder ihr anvertrauten Erinnerung geht es um Abschied, Auswanderung und die vielen Arten des Ankommens. Jede dieser Geschichten erzählt vom Leben und Überleben.

Fühlen Sie sich wie zu Hause, aber vergessen Sie dabei nicht, dass Sie zu Gast sind feiert das gesprochene Wort und die Poesie. Ein berührender Roman über Erinnerung – über das Schreckliche ebenso wie das überraschend Alltägliche, in dem das Menschsein in seinen Widersprüchen Geborgenheit findet.

Ein Buch voller Wärme, Liebe und Witz – und eine Einladung, sich den Stimmen zu öffnen, die es versammelt.

Anna Schapiro, 1988 in Moskau geboren, kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland. Sie studierte Bildende Kunst in Dresden und Porto sowie Jewish Studies in Stockholm. Arbeits- und Stipendienaufenthalte brachten sie u.a. nach New York, Warschau, London, Mexiko. Sie stellt international aus und lehrt an verschiedenen Universitäten und Hochschulen. Schapiro war Co-Kuratorin der Ausstellung Klassenfragen Kunst und ihre Produktionsbedingungen (2022) in der Berlinischen Galerie sowie Gründerin und Mitherausgeberin des Magazins Jalta Positionen zur jüdischen Gegenwart.

Die Moderation des Abends übernimmt Natascha Freundel. Sie ist 1974 in Magdeburg geboren, ist Redakteurin bei radio3 vom rbb und Moderatorin der Podcast- und Radiodebatte Der zweite Gedanke. Sie studierte Philosophie, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Slawistik in Berlin und Frankfurt am Main. Viele Jahre arbeitete sie als freie Kulturjournalistin und Literaturkritikerin mit den Schwerpunkten deutsch-jüdische Geschichte und Osteuropa in Berlin. Seit 2004 reist sie regelmäßig nach Israel und schrieb u. a. für Haaretz, Tel Aviv. 2015 erhielt sie das Grenzgänger-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung für Recherchen in der Ukraine. Sie war Jurorin des Alfred-Döblin Preises 2019 und Sprecherin der Jury für den Deutschen Buchpreis 2024.

Musikalische Begleitung von Mary Ocher, geboren 1986 in Moskau als Tochter jüdisch-ukrainischer Eltern geboren und wuchs in Tel Aviv auf. Nachdem sie sich geweigert hatte, den Militärdienst abzuleisten, zog sie nach Berlin, wo sie zu einer zentralen Figur der Untergrundszene wurde. Bekannt für ihre kompromisslose politische Haltung und kritischen Texte zu Nationalismus und Krieg, veröffentlichte sie zuletzt das international gefeierte Album Weimar (2026).

 

Anna Schapiros Roman erscheint am 30. Juli bei Matthes & Seitz Berlin.

Zum Buch: HIER

 

 

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