MA/F/EG/IR/BE 2018, R: Jawad Rhalib, 84 Min, OmeU (franz./engl./nl./arab.)

„Es gibt kein Foto meiner Mama, auf dem sie nicht tanzt“, sagt ein junger Marokkaner in diesem Dokumentarfilm über die arabische Kultur des Tanzes, die heute von islamistischen Fundamentalisten verteufelt wird, wie überhaupt jede Form der künstlerischen Selbstdarstellung von Frauen. Der Film rekapituliert und zitiert Kinofilme und Fernsehshows mit Tanzvorführungen und verfolgt gleichzeitig wie die palästinensische Starschauspielerin Hiam Abbass sich auf ein Soloprogramm vorbereitet. Oder er folgt den Proben einer belgischen Theatertruppe für eine Bühneninszenierung von Michel Houellebecq’s Novelle „Unterwerfung“, voll von islamophoben Ansichten. Immer wieder verbindet der Regisseur aber seine Thesen von der Möglichkeit eines liberaleren Islam mit der eigenen Geschichte, und mit diesem Bild vom ägyptischen Bauchtanz seiner Mutter. Die Schönheit des Tanzes, die sich die Frauen in diesem Film wieder erkämpfen, ist in Wahrheit die Ausformung einer künstlerischen Provokation. Ein unterhaltsamer und politisch zugespitzter Film auf der Suche nach der fröhlichen (auch der sexuellen) Selbstbestimmung im Tanz. Ein Plädoyer dafür, wieder zurückzukehren zu einer freien arabischen Gesellschaft. (Quelle: Internationales Filmfestival Mannheim-Heidelberg)

Trailer: 

 

EN:

In this winner of Best Film and Audience Award at Visions du Réel, filmmaker Jawad Rhalib documents diverse creative voices in the Muslim world—including his mother, a Moroccan dancer—who seek to free themselves from bonds of stereotypes and repression. The film forgoes conventional artist-profile tropes in favor of a weave of rehearsals, conversations, performances and a trove of archival materials that remind us of the long and often sensual history of dance and music found throughout the Arab world. „Three cheers for the power of positive images! Too often do western media characterize the Arab world through images of war, conflict, poverty, and misery. …

Director Jawad Rhalib offers a bold and much-needed corrective to characterizations of the Arab world in the compelling and empowering documentary When Arabs Danced. The film gives voice to Arabs worldwide who refuse to be defined by new waves of conservatism, fundamentalism, and nationalism. … Especially powerful are scenes featuring the great actress Hiam Abbass (The Visitor, Blade Runner 2049) as she rehearses a provocative one-woman play.” (povmagazine.com)

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