Erster Berliner Kunstverein e.v., D 2021, R: Hannes Wesendonk, mit Tobias Bamborschke, Fiona Lehmann, Martin Schüler, Maxime Präker, Josefine Rieks, Michael Maier, Orla Polten, 71 min., OmeU.  In Anwesenheit der Filmemacher*innen

Ein Film wie ein vollgerauchter Aschenbecher Erster Berliner Kunstverein e. V. ist ein Schauspiel der trockenen Dialoge, der Pokerfaces und des intelligenten Exzesses.

Wie schon bei seinem Debütfilm U3000 Tod einer Indieband setzt Hannes Wesendonk fast nur Musikerinnen und Musiker vor und hinter der Kamera ein.

Die Schriftstellerin und Mit-Drehbuchautorin Josefine Rieks spielt die Schriftstellerin Margrit, Wesendonk selbst hat einen kurzen Cameo-Auftritt als plötzlich verstorbener Popstar.

Die charismatischste Figur ist wohl der exzentrische Dichter Marco (Martin Schüler), der eine unwahrscheinliche Neo-Bohemia aus Malern, Schriftstellerinnen, Musikerinnen und Aktionskünstlern um sich versammelt und in einem bizarren Akt den titelgebenden Ersten Berliner Kunstverein e.V. gründet.

Ein Ensemblefilm, bei dem man die starke Identifikation der Gruppe mit der filmischen Vision ihres Regisseurs spürt und der in seiner Radikalität mit Sicherheit bei keiner deutschen Filmförderungsanstalt jemals eine Chance gehabt hätte.

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