"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

[Ręce do góry] PL 1967, R: Jerzy Skolimowski mit Jerzy Skolimowski, Joanna Szczerbic, Tadeusz Łomnicki, 76 Min (inkl. Prolog), OmeU

In seinem letzten im sozialistischen Polen gedrehten Film spielt Skolimowski selbst wieder den Sinnsucher Andrzej, wie schon zuvor in Rysopis (1964) und Walkower (1965). Zehn Jahre nach dem erfolgreich abgeschlossenen Medizinstudium trifft sich Andrzej mit vier ehemaligen Kommilitonen, ein fünfter fehlt. Aus einer Laune heraus beschließt die angetrunkene Gruppe, den Mann zu besuchen – im Güterzug! Mit einem Rollenspiel wollen die Freunde sich die Zeit vertreiben, dafür geben sie sich die Namen der Autos, die sie inzwischen fahren: Alfa Romeo, Opel Record, Zastawa und Wartburg. Es stellt sich heraus, dass sie erhebliche Altlasten aus der Stalinzeit mit sich herumtragen und keiner von ihnen an den einstigen Idealen festgehalten hat.

Ręce do góry kommt in Skolimowskis Werkbiografie und in der Zensurgeschichte allgemein besondere Bedeutung zu. 1981 spielte der polnische Künstler neben Bruno Ganz eine Rolle in Schlöndorffs Die Fälschung und hielt sich für Dreharbeiten in Beirut auf. Dort erreichte ihn die Nachricht, dass sein 1967 in Polen verbotener Film endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Spontan nahm Skolimowski im Libanon für die verspätete Premiere einen Prolog auf, der im Kino vor dem historischen Film gezeigt werden sollte. Als wenig später das Kriegsrecht in Polen ausgerufen wurde, musste dieser Kommentar wieder entfernt werden, der eigentliche Hauptfilm konnte aber weiter gezeigt werden. (filmpolska.de)

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