"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

DDR 1953, R: Wolfgang Staudte, Mit: Thomas Schmidt, Johannes Maus, Friedrich Richter, Trude Hesterberg, Alwin Lippisch , 100 Min, FSK: 6

Nach dem gleichnamigen Märchen von Wilhelm Hauff.

In einer Stadt im Orient lebt ein kleiner, buckliger, alter Mann. Von den Kindern gehänselt und gejagt, zieht er sie eines Tages mit einer Geschichte in den Bann – seiner Geschichte: Ein kleiner Junge, Muck genannt, wird nach dem Tode seines Vaters von den bösen Verwandten aus dem Haus gejagt. Er zieht in die Wüste, um sein Glück zu suchen, und kommt zu einer wundersamen Alten.

Hier gelangt er in den Besitz von rasenden Zauberpantoffeln und einem Stab, der vergrabene Schätze aufspürt. Muck glaubt, das Glück gefunden zu haben, und begibt sich an den Hof des Sultans, um eine Stelle als Schnellläufer anzunehmen. Mit Hilfe seines Wunderstabes steigt er sogar zum Schatzmeister auf. Doch Mucks Karriere erregt den Neid der Höflinge, die ihn in ein Intrigenspiel verwickeln, bestehlen und aus dem Palast jagen. Unterwegs entdeckt er das Geheimnis zweier ungewöhnlicher Feigenbäume. Nun ist er in der Lage, den Höflingen eine Lehre zu erteilen, indem er ihnen Eselsohren an den Kopf zaubert. Er fordert seine gestohlenen Pantoffeln nebst Stöckchen zurück und verhilft Prinz Hassan zu seiner geliebten Amarza, der Tochter des Sultans. Am Ende wandert der geläuterte Muck wieder in die Wüste hinaus: Nicht Reichtum bedeutet Glück, sondern Freundschaft und Hilfsbereitschaft.

Die Geschichte von dem kleinen Außenseiter Muck nach Wilhelm Hauff (29.11.1802-18.11.1827) zählt zu den Klassikern des Märchenfilms. Seit der Uraufführung von 1953 begeisterte das farbenprächtige, liebevoll inszenierte Märchen über 13 Millionen Zuschauer und ist damit der erfolgreichste deutsche Kinderfilm.

Pressestimmen: "Tiefes menschliches Empfinden und wahre Güte strahlen von diesem Film aus ... Wolfgang Staudte bewies wieder einmal mehr, was ein guter Regisseur aus einem Stoff machen kann" (Sächsisches Tageblatt, Dresden vom 29.12.1953).

Dass ein namhafter Regisseur sich eines Märchenstoffes annimmt und große Sorgfalt auf seine Umsetzung und Ausstattung verwendet, zeigt, welche Bedeutung dieses Genre hat.

Wolfgang Staudte, der nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges durch seine engagierten Antikriegsfilme, wie "Die Mörder sind unter uns" und "Rotation" bekannt wurde, hat auch in diesem Werk sein humanistisches Anliegen verwirklicht. Staudte gelingt es, Kindern und Erwachsenen gleichermaßen die zeitlose Aussagekraft und Bedeutung des Märchens mit Herz und Witz nahe zu bringen.

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