Brecht in echt: Dreigroschenoper BRD 1962, R: Wolfgang Staudte mit Curd Jürgens, Hildegard Knef, Gert Fröbe, Lino Ventura, Walter Giller, Sammy Davis Jr., 120 Min

„Und der Haifisch, der hat Zähne Und die trägt er im Gesicht Und Macheath, der hat ein Messer Doch das Messer sieht man nicht.“ Der Ganove Mackie Messer (Curd Jürgens) macht sich an die schöne Polly Peachum (June Ritchie) heran, sehr zum Missfallen ihres Vaters, des Bettlerkönigs Jonathan Jeremiah Peachum (Gert Fröbe). Die Hochzeit findet dennoch statt, und zur Feier erscheint auch Mackies alter Kumpan, der Polizeichef Brown (Lino Ventura). Pollys Mutter weiß, dass Mackie ein häufiger Bordellbesucher ist. Sie besticht Spelunken-Jenny (Hildegard Knef), ihren Schwiegersohn an die Polizei zu verraten. Der Ganove kann zwar entkommen, sieht sich aber erneut verpfiffen und wird gefasst. Bettlerkönig Peachum verlangt von Brown mit entsprechendem Druck die Hinrichtung des Verbrechers. Mackie Messers Schicksal scheint besiegelt, doch dann kommt alles anders als gedacht. Bei der ersten Verfilmung 1931 durch G. W. Pabst gingen Bertolt Brecht und Kurt Weill juristisch gegen diesen vor. Als 1958 der Produzent Kurt Ullrich ein Remake plante, musste er mit den Witwen Helene Weigel und Lotte Lenya verhandeln. Erst nach fünf Jahren und mehreren Regisseuren gelang ihm mit Wolfgang Staudte die Verfilmung der Dreigroschenoper als Musical, mit fünf Millionen D-Mark der damals teuerste, deutsche Film.

„Gleich der Anfang lässt mich fast mit offenen Mund gebannt auf die Leinwand schauen. So hat die ‚Moritat von Mackie Messer‘ noch niemand gegeben. Samie Davis Jr. … präsentiert sie in einer so cool anmutenden Lässigkeit“ (2mecs.de) „Ich erinnere mich noch ganz genau an den ersten Auftritt von Hildegard Knef als Spelunken-Jenny. Ihr Gesicht, von feuerroten Haaren umhüllt, schob sich im Profil auf die riesige Breitwandleinwand: ‚Das war Mackie Messer‘, sagte sie mit ihrer unverwechselbaren heiseren Stimme. Dann erst ging es richtig los.“ (operalounge.de)

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