Stummfilm um Mitternacht: Der Golem, wie er in die Welt kam, [OmeU] D 1920, R: Paul Wegener mit P. Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, 76 Min OmeU Engl. Subt)
Live: Anna Vavilkina (Orgel & Cembalo), Eintritt frei - Admission free!
DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM erzählt von Existenzkampf, Verzweiflung und Hoffnung.
Vor dem Hintergrund der Schrecken des Ersten Weltkrieges und der Nachkriegsjahre spiegelt er eine zerrissene, verkehrte Welt.
Einmal zum Leben erweckt, irrt der Golem wie ein Zombie durch die perspektivisch verzerrten Gassen des Prager Ghettos. Die kleinen Häuser mit ihren schiefen Wänden und den schweren tiefhängenden Ziegeldächern scheinen zu weinen.
Die organische Architektur des Ghettos und der Amok laufende Golem, die kunstvoll konstruierten Filmkulissen und die somnambule Gestalt verschmelzen. Das Konzept des Films ist so einfach wie modern: Die leblosen Dinge schreien auf, wo die Menschen machtlos schweigen.
ENGL.
THE GOLEM: HOW HE CAME INTO THE WORLD tells a story of the struggle for survival, despair and hope.
Set against the backdrop of the horrors of the First World War and the post-war years, it reflects a torn, upside-down world.
Once brought to life, the Golem wanders like a zombie through the perspectively distorted alleys of the Prague Ghetto. The small houses with their crooked walls and heavy, low-hanging tiled roofs seem to be weeping.
The organic architecture of the ghetto and the rampaging Golem, the artfully constructed film sets and the somnambulistic figure merge. The film’s concept is as simple as it is modern: lifeless objects cry out where people remain powerlessly silent.