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"They named a brandy after Napoleon, they made a herring out of Bismarck,and Hitler is going to end up as a piece of cheese."

 

 

“Der süße Duft kommt nicht von Rosen, genannt Leichenoper”

Filmvorführung & anschließende Gesprächsrunde | im Rahmen der Berlin Freedom Week 2026

DFF 1990, Musik: Christoph Schambach, Text: Daniel Morgenroth, Regie: Peter Dehler, mit Thorsten Merten, Christiane Hagedorn, Deborah Kaufmann, Claudia Geisler u.a.

Gesprächsrunde mit:

Johanna Stapelfeldt (Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, HfS Ernst Busch, Berlin)

Daniel Morgenroth (Autor und Darsteller)

Christoph Schambach (Komponist)

Moderation Susanne Wohlleber (Verlag Schambach-Music)

DE:

In einer letzten Produktion des Unterhaltungsfernsehens der DDR produzierte das DFF 1990 die Leichenoper
in der Besetzung ihrer Uraufführung. Nachdem die Songoper in einer Selfmade-Produktion von Studierenden
der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch im April 1989 in Ost-Berlin uraufgeführt und sogleich
unterbunden wurde, erlebte sie nach der Wende ihre offizielle Uraufführung im BABYLON und viele
erfolgreiche Aufführungen am Deutschen Theater Berlin.
Die Beamten-Eheleute Rohmayer bemerken eines Morgens den regungslosen Bürgermeister in ihrem
Schlafzimmer. Schläft er nur oder ist er gar tot? Wie kam er dort hin? Und vor allem: Wie kommt er dort
wieder weg?
Im weiteren Verlauf geraten Hans Rohmayer und seine ehrgeizige Gattin in Situationen, in denen sie nicht
sicher sind, ob es steil bergauf oder rapide abwärts geht mit der Karriere und ihrem angenehmen Leben. Sollen
sie da vielleicht nachhelfen? Ist die "Leiche im Keller" ein Kavaliersdelikt oder stinkt sie doch irgendwann so
unerträglich verräterisch?
Brillante Texte und Ohrwurm-Musik mit Dreigroschenoper-Charme begleiten durch das Auf und Ab der
Versuchung und bescheren köstlichste Unterhaltung!
Mit der frechen Respektlosigkeit der Jugend und einer gehörigen Portion Talent schrieben sich im letzten Jahr
der DDR zwei studentische Freunde den Frust über ein System von der Seele und ahnten nicht, welch zeitloser
Wurf ihnen damit gelungen ist.
Die Fernsehaufzeichnung wurde erstmalig ausgestrahlt am 8. Oktober 1990, drei Tage nach Inkrafttreten des
Einigungsvertrages - ein Zeitdokument der Wende.
Im Anschluss reden wir gemeinsam über das Stück, seine spannende Geschichte und Kunst in politisch
schwierigen Zeiten.

EN:

In one of the last productions by GDR’s entertainment television network, DFF produced the Leichenoper in
1990 with the same cast as its world premiere. After the song opera premiered in East Berlin in April 1989 as a
selfmade-production by students of Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch and was immediately banned,
it had its official premiere at BABYLON after the fall of the Berlin Wall and followed by many successful
performances at Deutsches Theater Berlin.
One morning, Mr. and Mrs. Rohmayer discover the motionless mayor in their bedroom. Is he just asleep, or is
he actually dead? How did he get there? And above all: How is he going to get out of there?
As the story unfolds, civil servant Hans Rohmayer and his ambitious wife find themselves in situations where
they’re not sure whether their careers and comfortable lives are heading steeply upward or rapidly downward.
Should they perhaps give things a little nudge? Is the “skeleton in the closet” a minor offense, or will it
eventually stink so unbearably of betrayal?
Brilliant lyrics and catchy music with the charm of “The Threepenny Opera” guide you through the ups and
downs of temptation and provide the most delightful entertainment!
With the cheeky irreverence of youth and a healthy dose of talent, two student friends in the final year of GDR
poured their frustration with the system into their work, never suspecting what a timeless masterpiece they had
created.
The television recording was first broadcast on October 8, 1990, three days after the Unification Treaty came
into effect - a historical document of the fall of the Berlin Wall.
Afterward, we’ll discuss the play together, its fascinating history, and art in politically challenging times.

 

Trailer: